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Jan
06

Ignorranz!!!

Warum nur? Warum stellt man sich und seine Belange nur so in den Vordergrund? Jaja, jeder ist sich selbst der Nächste, aber ein Leben ohne Mitmenschen wäre ja auch nicht denkbar, oder?! Und warum schafft man es dann nicht auch nur fünf Minuten am Tag daran zu denken wie es denen dabei geht wenn man so rücksichtslos durch sein Leben trampelt?! Ist es nicht einleuchtend, dass wir uns gegenseitig das Leben einfacher machen wenn wir netter zueinander wären und mal auf Wünsche des anderen eingehen, deren Erfüllung einem selber bestimmt nicht weh tut, würden? Ist es Faulheit oder Vergesslichkeit oder schlicht Ignoranz? Ganz ehrlich, ich weiß es manchmal nicht, aber es nervt gewaltig und erreicht bei den netten Mitmenschen auch leider nur das Gegenteil. Warum soll man für den anderen, der sowieso nie an die eigene kleine Bitte denkt sich einsetzten, sich bemühen und Zeit investieren? Er tut es ja schlichtweg auch nicht für mich! Die Antwort ist ebenso schlicht wie einfach, weil man Idealist ist und sich auf das Niveau garantiert nicht begeben will. Seid doch einfach mal nett ohne Hintergedanken – vielleicht ein guter Vorsatz für 2011?!


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Dec
21

Zuhören, Merken und selbstständig handeln bitte!

Was halten Sie von dieser Reihenfolge? Erscheint logisch, oder?! So wirklich funktioniert es aber leider nicht.
Fragen über Fragen – nur durch Antworten lernen wir. Das Leben ist ein ständiger Lernprozess und das ist gut so. Alles andere wäre Stillstand und Stillstand ist der Tod singt Herbert ausm Pott. Aber kann man diesen nicht mit Antworten bereichern, die auch von den eigenen grauen Zellen für länger als fünf Minuten abgespeichert werden?
Es erschließt sich mir einfach nicht warum man Fragen in zehn Minuten nicht nur einmal stellen kann, obwohl man die Antwort längst erhalten hat. Sie scheint nicht abgespeichert worden zu sein. Was war wichtiger? Das heftige Eintippen auf sämtliche Touch-Screens oder das ewig laute Getöse der Medien? Was es auch immer war, es ist nervig! Es ist nervig alles tausend Mal erklären zu müssen! Und wenn dann mal eine Antwort durchgedrungen ist, ist es noch schlimmer wenn man dann nicht nach der neuen Erkenntnisgewinnung danach handelt. Denn auch dann hat man bestimmt wieder eine Frage dazu!


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Dec
09

Immer wieder neu - Schnee im Winter!

Dieses Phänomen scheint die meisten Menschen diesen Landes jedes Jahr aufs Neue zu erschrecken. Erst wenn die ersten Flocken die Fahrbahn berührt haben, denken alle an Winterreifen und hätten natürlich gerne den ersten Termin in den Werkstätten zum Reifenwechseln. Auf der Autobahn verfällt man automatisch in die Schockstarre und kriecht einigermaßen zielstrebig Richtung Zielort oder Heimat.
Auch die Logik scheint eingefroren zu werden, denn eigentlich müsste es ja jedem einleuchten bei Schnee, Glätte und Eis immer mit Winterreifen zu fahren. Aber in Deutschland muss es auch erst zur Pflicht erklärt werden und das nicht nur damit die Holländer im Sauerland reihenweise steckenbleiben. Auch die deutschen Mitbürger sind öfters schlecht bereift. Und das macht mir meinen Weg zur Arbeit nicht unbedingt einfacher.
Es geht allerdings auch anders. Augen zu und durch! Und zwar nicht nur durch den Schneesturm, sondern auch mit erhöhtem Tempo und begrenzter Sicht durch die Baustelle. Auf das der Schutzengel morgens auf der A1 irgendwo in den Schneeflocken mit uns allen fliegt!


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Nov
22

Viel Lärm um nichts?

Es wird dem Original leider einfach nicht gerecht. Shakespeare „Der Sturm“ schien nur annährend die Grundlage für die Inszenierung des Bochumer Schauspielhauses gewesen zu sein. Es wird geschrien, Finger und Zuge abgehackt und zum Schluss nuschelt sich der König noch was in den Bart. Wo liegt da bitte der Mehrwert? Den sittlich und moralischen Verfall erleben wir doch schon tagtäglich! Abstrakt gekürzt, den Fokus verlegt, modern inszeniert und auf zwei Charaktere reduziert kam Shakespeare auf die Bretter in Bochum, die nicht immer die Welt bedeuten! Emotionen stehen im Vordergrund, nur marginal wird Sprache verwendet, um sich auszudrücken. Ekel und Gewalt spielen die Hauptrolle. Die seltenen ruhigen Momente werden abrupt von Brutalität abgelöst! Definitiv nicht jedermanns Geschmack! Auch nicht jedermanns Geschmack ist die Einseitigkeit, die diese Inszenierung bietet. Ja, nur mit schönen Worten ist noch nie regiert und inszeniert worden, aber nuschelnde Hauptdarsteller, die auf Gewaltszenen reduziert werden machen definitiv auch keinen Spaß. Schon Shakespeare hatte mehr zu bieten!

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Nov
15

Kein Grund zu lächeln...

oder zumindest die Mundwinkel zu verziehen. Morgens im Pendlerstau auf der Autobahn, in der Mittagspause beim kalorienreichen Snack oder abends, wenn man noch schnell durch die Stadt jagt, um die letzten Besorgungen zu machen. Alles scheint die Menschen aus irgendeinem Grund in schlechte Stimmung zu versetzen. Und Schuld ist nicht immer nur das Wetter, Schuld ist auch die eigene Einstellung. Warum bewahrt sich kaum einer die Begeisterung auf bei Regen in bunten Gummistiefeln in Pfützen einzutauchen? Warum kann man einen schönen Sonnenuntergang nicht auch mal für fünf Minuten in aller Ruhe aus dem Bürofenster genießen und warum muss man sich beim einkaufen immer vordrängeln, anderen den Einkaufswagen in den Hacken parken und sich überlegen fühlen, wenn man alle anderen am Wühltisch abgedrängt hat? Warum? Könnte das eigene Ego nicht auch mal einen ruhigen Moment gebrauchen, um sich von all dem Stress des Aufpolierens zu erholen? Geben Sie ihm doch einfach mal die Chance dazu. Ein Segen für alle Beteiligten!

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Nov
13

Anonymität, Sanitarisierung und Identifikation

Anonymität ist der „Sachverhalt, wenn eine Person, eine Gruppe, eine Institution oder eine agierenden Struktur nicht identifiziert werden kann“. Viele Personen sehen das Internet als ein Anonymität gewährleistendes Medium an und bloggen über ihr Leben ohne den Nutzerkreis dieser Informationen einzugrenzen. Ich möchte in diesem Artikel nicht über den Sinn oder Unsinn so eines Vorhabens, also den seelischen Striptease, philosophieren, sondern hier exemplarisch auf den Irrglauben der Anonymität im Internet hinweisen. Denn auch ohne technische Mittel kann man Blogger leicht identifizieren. In der Forschung nennt man dies dann Bleeding Attack, der z.B. gegen Mixnetzwerke angewandt werden kann.
Heutig Blog-Provider wie blogger.com o.ä. bieten jeder Person eine einfach einzurichtende Plattform, um unter einem Pseudonym über Alles und Jeden zu schreiben. Sie gehen davon aus, dass auf Grund Ihres Pseudonyms keine Rückschlüsse auf ihre wahre Identität möglich sind.
Ich nehme hier mal ein Beispielblog, deren Blogadresse ich aus moralischen Gründen hier nicht angeben werde, da sonst diese Person wahrscheinlich sowohl das Jugendamt, Arbeitsamt und wahrscheinlich noch andere Anwälte auf der Matte stehen hätte. Diese Person publiziert fast wöchentlich über ihr gesamtes berufliches und privates Leben. Hierbei werden auch keine intimen Details aus dem Liebesleben mit dem neuen Lover oder Geliebten oder dem neuen Nebenjob, den man (natürlich) nicht bei der Arge angemeldet hat, ausgelassen. Diese Autobiographie wird nun seit über 3 Jahren unter einem Pseudonym fortgeschrieben. Hierbei hat sich für die Identifikation der Person einiges an Daten angesammelt.
  • Wohnt in einer kleineren Stadt
  • Datum des Stadtfests (ab hier kann man zu fast 100% die Stadt per google bestimmen)
  • Familienstand (etc.): geschieden, 3 Kinder, etc.
  • Auto: Marke, Baujahr etc.
  • Größe und Aussehen des Freundes / Geliebten
  • Genauere Beschreibungen der Kinder (Alter, Haarfarbe etc.)
  • ...
Somit kann man an einem regnerischen Sonntag so einige Informationen sammeln, wodurch die Person fast eindeutig identifiziert werden kann. Exemplarisch konnte ich bei meinem Fall den Wohnort bis auf einen Stadtteil einer (Klein-)Stadt eingrenzen. Die Anzahl der möglichen Arbeitgeber auf unter 10 in dem Umkreis reduzieren. Das Auto eindeutig identifizieren (Marke, individuelle Eigenschaften wie Macken und Inneneinrichtung), etc. Somit würde ein Tag vor Ort gewiss ausreichen, um diese Person eindeutig zu identifizieren. Sollte jemand die wahre Identität nach so einem Angriff publizieren sind die Konsequenzen, sowohl juristisch, da Verstöße explizit angekündigt und nachträglich niedergeschrieben wurden, als auch die sozialen Auswirkungen, wenn plötzlich die Freunde und Schulkameraden der Kinder alle Details über das Leben dieser Person nachlesen können, kaum abzusehen.
Es gibt natürlich Mechanismen um eine Identifikation zu verhindern. Dies wird in den meisten Fällen durch eine Sanitarisierung (Veränderung der betroffenen Namen und Institutionen in einem rückschlussfreien Ersatzkontext) der Information sichergestellt. Jedoch würde kaum noch ein „interessanter“ Blogeintrag entstehen.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass ich kein Gegner der informationellen Selbstbestimmung bin, aber jede Person sollte ganz genau über die Tragweite seiner Handlungen nachdenken und sich nicht durch Pseudonyme geschützt fühlen. Und an dem hier skizzierten Beispiel, das ich absichtlich so abstrakt gehalten habe um die Personen zu schützen, werden vielleicht manch einer Person klar, dass Anonymität im Internet auch ohne technische Möglichkeiten teilweise mit einfachsten Mitteln aufhebbar ist. (DP)


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